CISPR 25:2016 CEV Grenzwerte
Leitungsgebundene Störaussendung – Spannungsmethode (Tabelle 5)
Diese Tabelle fasst die Grenzwerte der leitungsgeführten Störaussendung (CEV) nach der Spannungsmethode (entsprechend Tabelle 5) für Kfz-Komponenten gemäß CISPR 25 zusammen, einschließlich vollständiger Daten für Klasse 1-5, ideal für EMV-Pre-Compliance und Zertifizierung.
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Testaufbau & Technische Übersicht
Technischer Leitfaden für leitungsgebundene Störaussendungen (Spannungsmethode mittels Netznachbildung)
Technischer Überblick: Spannungsmethode vs. Strommesszangenmethode
Die Spannungsmethode (CEV) und die Strommesszangenmethode (CEC) sind komplementäre Verfahren zur Bewertung leitungsgebundener Störaussendungen auf Versorgungsleitungen. Während die Strommesszangenmethode (CEC) den Störstrom erfasst, misst die Spannungsmethode (CEV) die Störspannung direkt an den Anschlüssen des Prüflings (EUT).
Die Netznachbildung (LISN/AN - Line Impedance Stabilization Network / Artificial Network) dient als standardisierte Schnittstelle, die eine definierte HF-Impedanz bereitstellt. CEV ist das primäre regulatorische Konformitätsverfahren, um sicherzustellen, dass Störungen von Komponenten nicht in das Niederspannungsnetz des Fahrzeugs zurückgespeist werden.
Prüfaufbau und Netznachbildung (LISN)
Für eine normgerechte CEV-Messung wird der Prüfling (EUT) auf einer isolierenden Unterlage 50 mm über der Bezugsmassefläche platziert. Eine Netznachbildung (LISN/AN) wird in die Versorgungsleitungen geschaltet.
Die LISN isoliert den Prüfling und den Messempfänger von HF-Störungen aus der externen Stromversorgung und stellt gleichzeitig eine stabile Impedanz von 50 Ω für hochfrequente Signale bereit. Die Kabellänge zwischen Prüfling und LISN ist auf maximal 200 mm zu begrenzen.
Interpretation der Grenzwerte (Klasse 1-5)
CISPR 25 definiert fünf Grenzwertklassen, um verschiedenen Fahrzeugumgebungen und Einbausituationen Rechnung zu tragen:
- Klasse 5: Die strengste Klasse, die in der Regel von OEMs für sicherheitskritische Komponenten (wie ADAS, Lenkung, Bremssysteme) oder für Geräte in unmittelbarer Nähe von Empfangsantennen gefordert wird.
- Klasse 4 & 3: Typischerweise angewendet auf Standard-Karosserieelektronik, Motorsteuergeräte und Infotainment-Displays.
- Klasse 2 & 1: Die am wenigsten strengen Grenzwerte, reserviert für einfache, transiente oder unkritische Verbraucher (z. B. Sitzverstellung, Fensterheber), die ein minimales Störpotenzial für HF-Empfänger im Fahrzeug aufweisen.