CISPR 25:2016 RE Grenzwerte
Gestrahlte Störaussendung – ALSE-Methode (Absorber Lined Shielded Enclosure)
Diese Tabelle integriert die Anforderungen an die gestrahlte Störaussendung (RE) (entsprechend Tabelle 7) für Kfz-Komponenten nach CISPR 25, einschließlich vollständiger Daten für Klasse 1-5, ideal für EMV-Pre-Compliance und Zertifizierung.
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Testaufbau & Technische Übersicht
Technischer Leitfaden für gestrahlte Störaussendungen (ALSE-Methode)
Technischer Überblick: Kabelbaumabstrahlung und physikalische Bedeutung
Messungen der gestrahlten Störaussendung (RE) bei Automobilkomponenten bewerten die elektromagnetische Energie, die ungewollt vom Prüfling (EUT) und dessen angeschlossener Verkabelung abgestrahlt wird.
In einem typischen Fahrzeug wirkt der Kabelbaum als hocheffiziente Antenne. HF-Störungen, die durch interne Schaltungsvorgänge des Steuergeräts (ECU) entstehen, koppeln auf diese Leitungen ein, die daraufhin elektromagnetische Felder in die Umgebung abstrahlen. Ohne strenge Begrenzung können diese gestrahlten Felder die Empfangsqualität von bordeigenen Funkempfängern und Navigationssystemen erheblich beeinträchtigen.
Prüfaufbau: ALSE-Konfiguration
Um präzise und reproduzierbare Messergebnisse zu gewährleisten, wird die RE-Prüfung in einer Absorberhalle (ALSE / SAC) durchgeführt. Der Prüfling wird auf einem nichtleitenden Tisch 50 mm über der Bezugsmassefläche positioniert.
Der Kabelbaum muss eine Länge von 1500 mm aufweisen und parallel zur Vorderkante der Massefläche verlegt werden. Die Empfangsantenne wird in einem festen Abstand von 1 m zum Kabelbaum positioniert. Im Gegensatz zu zivilen Normen, bei denen die Antenne in der Höhe abgetastet wird, schreibt CISPR 25 eine feste Antennenhöhe und -position vor. Die Antenne wird parallel zur Bezugsmassefläche ausgerichtet, um die maximale Nahfeldabstrahlung zu erfassen.
Interpretation der Grenzwerte (Klasse 1-5)
CISPR 25 definiert fünf Grenzwertklassen, um verschiedenen Fahrzeugumgebungen und Einbausituationen Rechnung zu tragen:
- Klasse 5: Die strengste Klasse, die in der Regel von OEMs für sicherheitskritische Komponenten (wie ADAS, Lenkung, Bremssysteme) oder für Geräte in unmittelbarer Nähe von Empfangsantennen gefordert wird.
- Klasse 4 & 3: Typischerweise angewendet auf Standard-Karosserieelektronik, Motorsteuergeräte und Infotainment-Displays.
- Klasse 2 & 1: Die am wenigsten strengen Grenzwerte, reserviert für einfache, transiente oder unkritische Verbraucher (z. B. Sitzverstellung, Fensterheber), die ein minimales Störpotenzial für HF-Empfänger im Fahrzeug aufweisen.